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Oceane - Oper von Detlev Glanert

© Foto: Heiko Sandelmann

In einem Seebad ist Hotelbetreiberin Madame Louise mit den Vorbereitungen zum jährlichen Sommerball beschäftigt. Neben den Kurgästen wird eine geheimnisvolle Fremde erwartet: Oceane von Parceval. Der junge Gutsbesitzer Martin von Dircksen zeigt sich überaus fasziniert, während Oceanes Extravaganz die anderen zunehmend provoziert. Über den Tod eines Fischers zeigt sie sich emotionslos, fast eiskalt, und auch Martins Gefühle kann sie nicht erwidern. So sehr sie es will. Sie kenne weder Träne, noch Gebet, noch Liebe. Gescheitert am Versuch, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, geht sie ins Meer. Martin bleiben nur die Zeilen ihres Abschiedsbriefs: «Auch dort die Deine. Oceane.»

Ein «Sommerstück für Musik in zwei Akten» untertiteln Detlev Glanert und sein Librettist Hans-Ulrich Treichel ihr 2019 an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführtes Werk, das klanglich mit Kontrasten zwischen Meeresrauschen, beschwingter Tanzkappelle und sanglich-virtuoser Ekstase spielt. Es steht in der Tradition der «Fremden Frau vom Meer», die im 19. Jahrhundert Kompositionen, Malereien und Novellen gleichsam inspiriert, darunter Theodor Fontanes Fragment Oceane von Parceval. Hier aber ohne Fantastisches und Märchenhaftes, sondern als radikal gesellschaftliches Psychogramm einer Frau, die krampfhaft versucht, Teil zu sein. Aber scheitert.

Mit freundlicher Unterstützung des Theaterfördervereins.

15.05.2022
15:00 Uhr
Großes Haus | Theodor-Heuss-Platz | 27568 Bremerhaven
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