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Doitscha (UA)

© Foto: Manja Herrmann
Nach dem Roman von Adriana Altaras

Adriana, Georg, David und Sammy oder anders gesagt: Mutter, Vater, zwei Söhne – auf den ersten Blick eine ganz normale, deutsche Familie in Berlin. Aber Adriana ist Jüdin und Georg Westfale. Sie ist extrem temperamentvoll, er eher schweigsam – stur wie die Ochsen sind sie beide. Und die Söhne? David, hochbegabt und pubertär, wäre lieber Israeli und beschimpft seinen Vater regelmäßig mit «Doitscha». Und Sammy würde lieber GNTM gucken, als seine eigene Mutter in Talk-Shows zu sehen, wo sie sich beim Thema Beschneidung um Kopf und Kragen redet. Als Adrianas Jugendfreund Aaron, der als Patenonkel auch Davids wichtigster Vertrauter war, stirbt, eskaliert der Familienstreit richtig. David setzt sich ins Gelobte Land ab und die schockierte Restfamilie reist hinterher.

Adriana Altaras entwirft in ihrem Roman Doitscha ein zum Brüllen komisches und berührendes, schillerndes und vielstimmiges Bild einer deutsch-jüdischen Familie im Deutschland von heute. Und sie stellt mit zutiefst menschlichem Humor die entscheidende Frage für das Zusammenleben von Deutschen und Juden: Wie können wir uns aus der Falle befreien, in den anderen immer nur die Kinder und Enkel der Täter oder Opfer zu sehen, ohne nach dem berühmten «Schluss-Strich» zu rufen? Wie können wir als Juden und Deutsche einfach zusammenleben, ohne die Toten zu vergessen?

21.01.2022
19:30 Uhr
Stadttheater Bremerhaven, Kleines Haus | Theodor-Heuss-Platz | 27568 Bremerhaven
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